Erklärvideos im B2B-Marketing – in 7 Schritten zum perfekten Content-Plan

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Wir Menschen sind visuelle Wesen. Bilder ziehen uns magisch an – so auch im B2B-Marketing. Nicht aber der Text hat die Nase vorn, sondern das Video. Der handfeste Beweis: 80 % aller User schauen lieber einen Erklärfilm, als sich durch einen Text zu kämpfen. Seien wir doch ehrlich zu uns selbst: Was spricht uns mehr an? Eine seitenlange „Bleiwüste“ oder eine knackige 90 Sekunden-Animation? Wir sind uns einig. Doch was hat ein animiertes Erklärvideo, was der Text nicht hat?

  • die Macht des Storytellings: packende Kurzgeschichten mit sympathischen Protagonisten
  • auf den Punkt: komplexe Botschaften einfach und verständlich erklärt
  • schneller Lerneffekt durch audiovisuelles Zusammenspiel

35602134 SErklärvideos hinterlassen bleibenden Eindruck

40 Sekunden – mehr bleiben Ihnen in der Regel nicht, um aus einem Besucher einen Kunden zu machen. Kann Ihre Website nicht überzeugen, ist sie aus dem Rennen. Lassen Sie den User allerdings nicht so schnell ziehen. Hinterlassen Sie Eindruck. Besser gesagt: Lassen Sie das Erklärvideo für Sie Eindruck schinden. Geschickt erhöht das bewegte Bild den Erinnerungswert und bleibt deutlich länger im Gedächtnis als der Text. In Zahlen gesprochen:

 

  • Erklärvideos locken um bis zu 55 % mehr Besucher auf die Website.
  • Das Suchmaschinen-Ranking steigt.
  • Rund 92 % aller Mobilfunknutzer teilen regelmäßig Videos mit Familie, Freunden und Geschäftspartnern.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher das Produkt kauft, steigt mit einem hochwertigen Erklärfilm um bis zu 85 % an.

Kein Zweifel: Stylische und coole Erklärvideos sind wahre Game Changer. Doch Videoproduktion ist nicht gleich Videoproduktion. marketeins bringt Sie in 7 Schritten zum perfekten Content-Plan.


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In 7 Schritten zum perfekten Content-Plan

 

Schritt 1: Storytelling

Informationen allein verkaufen noch lange kein Produkt. Auf die Emotionen kommt es an – besonders im Erklärfilm. Nicht sachlich und seriös bewegt zum Kauf, sondern emotional und lebendig. Und hier kommt die Geschichte Ihrer Marke, die Story Ihres Produktes ins Spiel. Wie ließen sich Emotionen besser verpacken als in Geschichten? Folgen Sie dem Marketing-Trend und geben Sie Ihrem Zuschauer einen Grund, dranzubleiben.

1. Kontext

Nicht alle Rezipienten sind auf demselben Wissensstand. So braucht es einen Kontext, auf dem das Storytelling aufbauen kann. Schaffen Sie eine konkrete Ausgangssituation, die jedem Zuschauer vertraut ist (z.B. Autopanne, aus der Wohnung ausgesperrt, Termindruck).

2. Analogien und Metaphern

Wagen Sie sich auf die abstrakte Ebene. Analogien und Metaphern regen die Fantasie der Rezipienten an.

3. Emotionen

Die meisten Entscheidungen basieren nicht auf Logik, sondern auf Emotionen. So hat sich Ihr Storytelling eine emotionale und persönliche Note verdient. Bauen Sie Ihr Konzept zum Beispiel um eine konkrete Hauptperson herum (z.B. Das ist Mia. Sie hat ein Problem). Als beeindruckende und tolle Vorlage dient uns hier die EDEKA-Werbung, die es schafft hohe Emotionen beim Video-User zu wecken.

4. Roter Faden

Ein logischer Aufbau ist das A und O im Storytelling. Geben Sie Ihrer Videoproduktion einen festen Erzählstrang mit Einleitung, Hauptteil und Schluss und beantworten Sie folgende Fragen:

  • Was geschah am Anfang?
  • Wer hat was, wann, wo getan?
  • Wo lagen die Gefahren?
  • Wie ist das Ganze ausgegangen?

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Schritt 2: Text

Sitzt das Storytelling, geht es an den Text. Seine Informationen bilden schließlich die Grundlage des Contents. Und diese dürfen dem Rezipienten nicht schwer im Magen liegen. Kurz, prägnant und leicht verständlich müssen sie sein – für ein 90 Sekunden-Video eine echte Herausforderung. Lediglich 150 bis 180 Wörter haben in dem kurzen Format Platz. Im Vergleich: Ein klassischer Produkttext bewegt sich im Schnitt zwischen 350 und 400 Wörtern. Das sind fast 200 Wörter mehr für ausführliche Beschreibungen, USPs und Handlungsaufforderungen. Umso wichtiger ist es, im Erklärfilm schnell auf den Punkt zu kommen. Wörter sind Mangelware. Gehen Sie sorgsam damit um:

– Aktiv statt Passiv: Passivsätze rauben dem Text nicht nur seine Lebendigkeit, sie wirken auch schwerfällig und kompliziert. Der aktive Partner dagegen zeigt sich leicht, frisch, dynamisch und platzsparend.

– Achtung Fremdwörter: Nicht jeder Text kommt ohne Fremdwörter aus. Sie sollten jedoch sparsam eingesetzt werden. Denn wie der Name schon sagt – Fremdwörter sind fremd. Sie haben Erklärungsbedarf. Und dafür haben die prägnanten Formate keinen Platz.

– Füllwörter: „Ganz“, „mal“, „überhaupt“ – Füllwörter sind nicht gerade unbeliebt. Doch warum ist dem so? Sie erfüllen schließlich keine Funktion, sondern blähen den Text nur unnötig auf. Und genau das können wir im Video-Marketing nicht gebrauchen. Streichen Sie Füllwörter und sparen Sie Platz für die wichtigen Informationen.


Schritt 3: Call-to-Action

Vollkommen uneigennützig sind Erklärvideos aber nicht. Zwar wollen sie dem Rezipienten einen hohen Mehrwert bieten, ihn gleichzeitig aber auch zu einer Handlung bewegen. Sie können allerdings nicht davon ausgehen, dass der Kunde diese Handlung aus dem Text heraus ableitet. Sie müssen Sie deutlich kommunizieren. Ein Call-to-Action (CTA) fordert den Konsumenten zum nächsten Schritt auf. Egal, ob Sie den Zuschauer auf die neue Testversion, das kostenlose Whitepaper oder zur Kontaktaufnahme mit dem Verkaufspersonal hinweisen wollen, der Call-to-Action muss eindeutig erkennbar sein. Doch was zeichnet einen gelungenen CTA aus:

– kurz und prägnant, keines der Wörter sollte mehr als drei Silben haben (z.B. Jetzt
gratis anfordern)

– Powerwörter, Wörter mit emotionaler Bindung (sofort, Zugang, Steigerung, dominieren, kostenlos, aktiv)

– Timingwörter als Symbol für Dringlichkeit (jetzt, sofort, heute, schnell)

– positive Verben am Satzanfang für eine motivierende Aufbruchsstimmung
(z.B. Fangen Sie an, Starten Sie jetzt)


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Schritt 4: Visuelles Konzept und Grafikstil

Nach dem Informationstext und Call-to-Action geht es an die visuelle Gestaltung. Die Botschaft muss von ausgewähltem Bildmaterial zu Leben erweckt werden – je origineller, desto einprägsamer. Icons, die aufploppen und wieder verschwinden, sind nicht unbedingt kreativer als eine animierte Power Point-Präsentation. Bei der Filmproduktion ist mehr künstlerische Raffinesse gefragt. Am besten legen Sie sich auf einen bestimmten Stil fest. Die fünf beliebtesten:

– der Icon-Stil: animierte, interaktive Infografiken

– der Cut out-Stil: Die einzelnen Elemente wie Figuren oder Gegenstände werden per Hand
gezeichnet, ausgeschnitten und mit der Hand im Bild platziert.

– der Motion Graphics-Stil: Bilder und Schriften werden per Animation zu dynamischen
Objekten.

– der Flat Design-Stil: minimalistische, meist abstrakte Animationen, die bewusst auf
komplexe 3D-Effekte verzichten.

– der Comic-Stil: bewegungsbetonte Erklärfilme mit zahlreichen Einzelszenen

Tipp: Vor der Filmproduktion empfiehlt sich immer ein Storyboard, ein erster visueller Entwurf, der nicht nur dem Produzenten, sondern auch dem Kunden einen wertvollen Überblick über das Endprodukt verschafft. So lassen sich Korrekturen und Ergänzungen mühelos vor der eigentlichen Videoproduktion durchführen.


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Schritt 5: Hauptfigur

Stehen Grafikstil und visuelles Konzept fest, sind die optischen Feinheiten an der Reihe: die Hauptfiguren. Die Hauptfigur spielt im Video-Marketing eine bedeutende Rolle. Sie ist der Stellvertreter für Ihre Zielgruppe. Durch sie bekommt der Rezipient eine persönliche Bezugsperson, in der er sich selbst, seine Probleme und Anforderungen wieder erkennt.

Selbstverständlich könnten Sie den Zuschauer auch vor allgemeine plakative Fragen stellen wie beispielsweise „Haben Sie den aufwendigen Recruiting-Prozess Ihres Unternehmens nicht auch langsam satt?“, ein persönlicher Bezugspunkt gelingt Ihnen damit aber nicht. Vielmehr schwingt in der allgemeinen Behauptung ein negativer, beinahe vorwurfsvoller Unterton mit. Mit einer fiktiven Figur, nennen wir sie Max, gehen Sie das Problem deutlich subtiler an. Anstatt den Rezipienten direkt mit einer Unterstellung zu konfrontieren, führen Sie ihm den Sachverhalt aus einer neutralen Perspektive heraus vor Augen. Das Interesse ist geweckt.


Schritt 6: Sprecher

Ein Erklärfilm lebt von Bild und Text. Der Text spricht sich aber nicht selbst. Er braucht einen Sprecher – nicht aber irgendeinen Sprecher. Geschlecht, Alter sowie Stimmhöhe- und Farbe müssen mit dem gewünschten Video-Marketing in Einklang sein. Eine weibliche Hauptperson mit männlicher Stimme? Unglaubwürdig. Genauso irreführend ist eine zu kindliche oder zu gebrechliche Stimme. Falls es ins Konzept passt, können Sie auch mehrere Sprecher in den Videocontent mit einbeziehen.

Doch wo finden Sie nun den gewünschten Sprecher? Erste Anlaufstelle ist in der Regel die Filmagentur, die einen großen Sprecher-Pool mit verschiedenen Sprachen, Dialekten und Stimmprofilen zur Auswahl hat. Selbst prominente Stimmen, bekannt aus Kino und TV, sind gelegentlich Teil des großzügigen Repertoires.

Tipp: Im Idealfall beauftragen Sie den Sprecher direkt nach der Fertigstellung des Textes. So können die Animationen sorgfältig auf das gesprochene Wort abgestimmt werden. Gehen Sie allerdings sicher, dass der Text abgeschlossen ist. Nachträgliche Änderungen, selbst, wenn es nur Kleinigkeiten sind, müssen Sie mit einem zusätzlichen Sprecher-Honorar vergüten.

Liegt dem Animator der fertig aufgezeichnete Text noch nicht vor, bietet sich ein Mock-up an. Mit einem Aufnahmegerät spricht der Animator die Textpassagen vorerst selbst ein. Das exakte Timing des Sprechers trifft er damit zwar nicht, dennoch dient ihm das Mock-up als wertvolle Orientierung.


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Schritt 7: Musik und Sound-Design

Nicht nur Bilder und Text, auch Musik transportiert Emotionen. Beim Erklärfilm sieht es nicht anders aus. Tanzt die Musik aus der Reihe, tut es die gesamte Videoproduktion. Doch wie kommen Sie an die passende Musik? Sie haben drei Möglichkeiten:

– die gehobene Variante: Sie beauftragen einen Sound Designer, der ein eigenes Musikstück für Ihr Video-Marketing produziert. Hier sollten Sie dann Ihr eigenes Sound-Design kreieren, welches Sie dann konsequent auch in Ihren restlichen Filmformaten branden sollten.

– die mittlere Variante: Sie entscheiden sich für ein fertiges Musikstück aus einer
Stock-Auswahl und feilen es zusammen mit einem Sound Designer für Ihren Content
zurecht.

– die günstige Variante: Sie wählen ein Musikstück aus einer Stock-Auswahl und legen es
unter das Bild.

Bei der musikalischen Gestaltung geht es aber nicht nur um die Hintergrundmusik. Auch ein gewisses Sound Design ist bei Erklärfilmen nicht zu unterschätzen. Figuren und kleine animierte Objekte sollen nicht völlig stumm auftreten. Ausgewählte Sounds erwecken sie zu Leben.


marketeins – Erklärfilm mit Wiedererkennungswert

Wenn Sie Ihren Erklärfilm professionell in Szene setzen wollen, haben Sie in marketeins den richtigen Ansprechpartner gefunden. Als erfahrene Filmagentur schenken wir Ihrem Videocontent visuellen Wiedererkennungswert. Mit Erfahrung, Fachwissen und einem geschulten Auge für packende Grafiken geben wir Ihrem Erklärvideo die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Sprechen Sie uns an! Gemeinsam finden wir eine passende Content-Strategie!

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