Unterschied zwischen animiertem Film und Motion Graphics – einfach erklärt.

Wenn Sie Ihr Unternehmen mit einem Film bewerben möchten, sollten Sie sich mit den verschiedenen Techniken, die es hier gibt, auseinandersetzen. Denn nicht jeder Film braucht Schauspieler oder zum Beispiel eine Whiteboard-Zeichnung (obwohl es sich dabei um einen Design Trend handelt). Derzeit sind darüber hinaus Motion Graphics und animierte Filme sehr angesagt. Doch wo liegt hier eigentlich der Unterschied? Und in welchem Anwendungsgebiet sollten Sie welchen Film wählen?

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen Motion Graphics und animiertem Film. Verwechseln Sie dies nicht mit Stop Motion, einer Technik des animierten Films, die aus verschiedenen Fotos besteht, in denen das Objekt jedes Mal ein klein wenig bewegt wird, um Bewegung zu simulieren.

Sie wünschen sich einen angesagten Motion Graphics Film oder einen animierten Film vom Profi? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf! Gern erstellen wir für Sie das passende Video mit Animation, Graphics und Motion.


Die Besonderheiten an einem Animationsfilm

Mit Animation ist eine Technik gemeint, mit der ein statisches Objekt oder Bild animiert, also „belebt“, wird. Unter diesen Überbegriff fällt streng genommen auch der Bereich der Motion Graphics. Wenn wir von einem Animationsfilm sprechen, ist der Unterschied jedoch klarer:

Animationsfilme werden klassischerweise von Hand gezeichnet, wobei unzählige Bilder in ihrer Kombination den Eindruck erwecken, als würden sie sich bewegen. Der Vorreiter in dieser Technik, die schon über 100 Jahre alt ist, sind die berühmten Disney-Filme.
Heutzutage werden Animationsfilme hauptsächlich digital erstellt. Dafür gibt es Softwares, die es Ihnen selbst als Laien ermöglicht, auf Ihrem Handy oder Computer auf Basis von Fotos oder Zeichnungen einen Zeichentrickfilm zu erstellen.

Eine wichtige Besonderheit an animierten Filmen ist, dass sie eine Geschichte erzählen. Das Storytelling ist eine essenzielle Eigenschaft von jedem Film und Sie sollten es daher auch im Marketing zum Einsatz bringen. In unserem Storytelling-Workshop lernen Sie mehr dazu.
Die wichtigsten Eigenschaften eines Animationsfilmes sind diese:

  • Narrative /Storytelling
  • Charaktere oder Figuren mit Emotionen
  • Cineastische Effekte
  • Kreativität

Darüber hinaus ist eine Animation deutlich teurer als Motion Graphics, da sie komplexer ist. Wenn Sie mit CGI, handgemalten Bildern oder Stop-Motion-Techniken arbeiten wollen, erzielen Sie wunderbare Effekte, die aber ihren Preis haben. Gern unterbreiten wir Ihnen einen Kostenvoranschlag für die kreativen Animationsfilme aus unserem Hause!

Außerdem finden Sie auf unserem Blog Tipps für die Produktion von Animationsfilmen die Ihnen bei der Gestaltung eigener Filme mit dem Smartphone helfen. Denn das Bewegtbild ist auch für Laien ein zugänglicher Bereich, der Ihnen oder anderen Mitarbeitern sicherlich viel Spaß machen wird.

Unser Tipp: Beauftragen Sie einen Mitarbeiter mit der Produktion, Konzeption und Gestaltung von Filmen für Ihr Marketing. Oft sind es junge Mitarbeiter oder Praktikanten, die sich besonders gut mit der Technik auskennen und für Sie Filme produzieren können, die für IGTV und andere soziale Medien geeignet sind.


Beispiele für die Anwendung von Animationsfilmen

Anwendung von Animationsfilmen.Einen Animationsfilm sollten Sie einsetzen, wenn Sie eine Geschichte zu erzählen haben. Dies kann im Rahmen von vielen verschiedenen Videos sein, sei es der Messefilm, ein Sicherheitsvideo oder ein Recruitingfilm für potenzielle Bewerber.

Wichtig ist, dass Sie sich mit den Eigenschaften einer guten Geschichte auseinandersetzen. Dafür sollte Sie Ihre Zielgruppe kennen, ein Storyboard zeichnen und zugleich versuchen, Ihre wichtigste Message kurz und knapp herüberzubringen.

Sie möchten mit dem Animationsfilm vor allem entertainen. Daher eignet er sich ideal für die Nutzung auf sozialen Medien. Informationsgehalt und werblicher Call-to-Action sollten zwar enthalten sein, spielen aber eine weniger wichtige Rolle. In den folgenden Situationen kommt der Animationsfilm daher zum Einsatz:

  • Wenn Sie Ihre Zielgruppe auf einer emotionalen Ebene erreichen möchten
  • Wenn Sie eine Geschichte zu erzählen haben
  • Wenn Sie mehr Personen von Ihrem Unternehmen überzeugen möchten
  • Wenn besonders wichtig ist, dass Ihre Nachricht lange im Gedächtnis bleibt

Die Besonderheiten an einem Motion Graphics Film

Merkmale von Motion Graphics.Bei Motion Graphics handelt es sich hingegen um abstrakte Objekte wie Text oder Elemente aus dem Bereich Grafikdesign, die mithilfe von CGI am Computer zum Leben erweckt werden. Sie wünschen sich ein blinkendes Logo, eine Schrift, die sich dreht, oder einen Graphen, der nach oben wächst? Dann sind Sie bei Motion Graphics richtig.

Genau genommen handelt es sich auch hier um eine Animation, da ein lebloses Objekt durch Effekte animiert wird. Allerdings fehlt hier der Storytelling-Aspekt. Es geht darum, optisch ansprechende Ergebnisse zu erzeugen, die allerdings weniger emotional sind und keine kinoreife Geschichte erzählen müssen.

Normalerweise sind es Textelemente oder einzelne Buchstaben, die zu Motion Graphics werden. Dies kommt bei Filmen häufig zum Einsatz – denken Sie nur einmal an den Abspann oder an den Namen von Produktionsfirmen.

Auch das Design von Titelsequenzen lässt sich dank Motion Graphics im Handumdrehen aufwerten. Anstatt einfach den Titel Ihres Videos einzublenden, den Namen Ihres Unternehmens aufleuchten zu lassen oder den Produzenten zu nennen, können Sie hier mit verschiedenen Effekten spielen.
Hinweis: Motion Graphics bieten viel Potenzial, können bei zu viel Kreativität aber auch den eigentlichen Film oder die eigentliche Information in den Schatten stellen. Bemühen Sie sich daher, Ihre Message mit der richtigen Menge an Motion Graphics zu unterstützen, ohne die Motion Graphics zum Filmstar zu machen.


Beispiele für die Anwendung von Motion Graphics

Wenn Sie eine in Ihrem Video eine Nachricht übermitteln wollen, die sich nicht um Emotionen oder Geschichten dreht, sondern um reine Informationen, sind Motion Graphics eine gute Wahl. Letztendlich sind die Graphics nämlich eine visuelle Hilfe dabei, bestimmte Zahlen oder Fakten besser zu verstehen.

Klassische Anwendungsbeispiele für Motion Graphics sind:

  • Branding durch besondere Buchstaben oder sich bewegende Logos
  • Einleitung eines Films (Titelsequenz) oder Abspanns
  • Unterstützung von Voice-Overs durch kleine, informative Grafiken
  • Erklärvideos

Viele Motion Graphics können Sie in Ihren Filmen einsetzen, die sich an die Zielgruppe richten. Aber auch für die Mitarbeiterschulung  oder für den Bericht an Ihre Aktionäre sind Motion Graphics eine gute Wahl, um Informationen ansprechend zu vermitteln.


Die wichtigsten Unterschiede zwischen Motion Graphics und Animation

Um den Unterschied zwischen einem Animationsfilm und einem Motion Graphics Video zu verstehen, sollten Sie zunächst berücksichtigen, dass beide Filme animiert werden. Daher ist die Terminologie hier etwas verwirrend.

Darüber hinaus gibt es viele Filme, in denen beide Techniken, also sowohl die Animation von Gegenständen in 2D oder 3D, als auch die Animation von Schrift, benutzt wird. Gerade in der Werbung ist dies häufig. In dieser Tabelle sehen Sie die wichtigsten Unterschiede noch einmal in der Übersicht:

AnimationsfilmMotion Graphics Film
ZweckEmotionale Geschichte erzählenInformationen vermitteln
TechnikAnimation von Figuren, Charakteren oder ObjektenAnimation von grafischen Elementen wie Schrift oder Logos
KostenpunktKostenintensivDeutlich günstiger
Einsatzbereich EntertainmentInformationsvermittlung

Um auf den ersten Blick zu erkennen, um welche Art Video es sich handelt, können Sie sich fragen, ob es einen menschlichen oder menschen-ähnlichen Charakter geht, der in dem Video eine emotionale Reise macht (Animationsfilm), oder ob Grafiken in Bewegung zu sehen sind um eine Aussage zu untermauern (Motion Graphics).

Dabei erzählt der Animationsfilm eine Geschichte, hat verschiedene Charaktere und eine Handlung, die in einem Höhepunkt mündet und dann ein Fazit bietet, wie es in vielen animierten Werbespots der Fall ist. Auch in einem Imagevideo ist dies möglich.

Sollte der vorliegende Film jedoch Gegenstände oder Objekte beleben, die normalerweise kein Leben hätten, geht es eher darum, einen Prozess zu erklären. Hier kommen grafische Elemente wie Pfeile, Kreise oder andere Formen zum Einsatz. In Präsentationen sehen Sie diese Technik besonders häufig.

Eine weitere Möglichkeit, die beiden Filmarten voneinander zu unterscheiden, ist die Frage, wer den Film kreiert hat: ein Grafikdesigner (Motion Graphics) oder ein Illustrator (Animation)?


Unser Fazit: Erklären Sie komplizierte Themen per Bewegtbild

Sowohl Animationsfilme als auch der Motion Graphics Filme fallen unter den Begriff Animation. Um den Unterschied zu verstehen, sollten Sie sich fragen, welchen Zweck die Animation verfolgt. Denn während Motion Graphics dazu dienen, ein Konzept visuell zu erklären, haben Animationsfilme eine visuelle Geschichte.
Um zu entscheiden, welcher Film sich für Ihren Zweck eignet, sollten Sie zunächst überlegen, welche Nachricht Sie vermitteln möchten und an wen Sie sich richten:

Zahlen und Fakten sowie die Funktionsweise eines neuen Produktes können Sie sehr gut mit attraktiven und informativen Motion Graphics erklären. Sei es in einer Präsentation, einem Messevideo ohne Ton oder einem Erklärvideo zu einem neuen Produkt, die günstige Technik ist ideal für Sie geeignet.

Wenn Sie jedoch Ihre Zielgruppe an Ihre Services erinnern möchten, die Kundschaft von einem neuen Produkt begeistern wollen oder Ihre Werte in den Vordergrund stellen möchten, ist ein emotionaler Animationsfilm mit einer Geschichte und einem Spannungsbogen die richtige Wahl.

Wir können Ihnen mit beiden Filmarten helfen. Unsere Designer können illustrieren, aber auch mithilfe von CGI Grafiken und Textblöcke zum Leben erwecken, um dank Bewegung dem Film Leben einzuhauchen. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns, um noch heute Ihr Video-Marketing zu verbessern!