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Videos schneiden – die besten Tricks der Profis.

Sie möchten einen vorliegenden Werbefilm für Ihr Unternehmen verkürzen? Oder Sie möchten aus einzelnen Clips einen neuen Film zusammenschneiden? Das ist ohne Fachwissen gar nicht so leicht. Daher erhalten Sie in diesem Artikel einige Tipps für das richtige Vorgehen. Wir erklären Ihnen, wie die Profis Videos schneiden. Außerdem erfahren Sie hier, worauf Sie unbedingt achten sollten, um Anfängerfehler beim Videoschneiden zu vermeiden. Wenden Sie sich bei Fragen gern an uns!


Die passende Software finden

Software für Videobearbeitung finden.Zunächst einmal sollten Sie auf Ihrem PC eine leistungsstarke Software haben, die mit den datenintensiven Videoclips umgehen kann. Dabei kommen Sie nicht darum herum, für dieses Programm zu bezahlen. Denn die Gratisvarianten gelten entweder nur für einen begrenzten Zeitraum oder bringen eine schlechte Leistung. Für Ihre Firma oder für einen Imagefilm benötigen Sie allerdings die höchste Qualität!
Investieren Sie daher in ein professionelles Programm, das Sie ab ca. 300 Euro erhalten. Wichtig ist, dass dieses zu Ihrem Betriebssystem und zu der genutzten Kamera passt. Wir können zum Beispiel die folgenden Softwares zu Videobearbeitung nutzen:

  • Movie Maker (Windows)
  • iMovie (Mac OS X)
  • Vegas Pro (Sony)
  • Final Cut Pro
  • Power Director 16 Ultra
  • Adobe Premiere Elements
  • Pinnacle Studio 21
  • GoPro Studio

Zugleich sollten Sie beachten, dass auch ein teures Programm zu Videobearbeitung keine Wunder vollbringen kann. Wenn die entsprechenden Clips starke Qualitätsunterschiede haben, weil sie etwa zum Teil mit dem Handy und zum Teil mit einer Profi-Kamera gefilmt wurden, dann sind diese Unterschiede weiterhin sichtbar.
Tipp: Nutzen Sie Videomaterial aus den gleichen Quellen, um eine qualitative Mischung zu vermeiden. Sie kennen sich nicht so gut in der Filmproduktion aus und brauchen Hilfe? Gern erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot!


Mit Unterschieden in der Bildrate umgehen

Neben der Qualität der Aufnahmen, die Sie zusammenschneiden möchten, ist auch die Bildrate ein wichtiger Aspekt. Laien kennen sich damit oft nicht aus, aber Sie sollten wissen, dass manche Videos 29 Bilder pro Sekunde zeigen, während es bei anderen nur 24 Bilder pro Sekunde sind. Wenn Sie diese Aufnahmen zusammenschneiden, wird das Video unweigerlich springen und haken, was für den Betrachter unangenehm ist.
Achten Sie daher darauf, dass Ihr Material die gleiche Bildrate besitzt. Dies können Sie in den Eigenschaften der Dateien überprüfen. Auch die Kamera, mit der Sie die Aufnahmen filmen, gibt Ihnen Aufschluss über die Bildfrequenz pro Sekunde. Versuchen Sie, immer mit der gleichen Frequenz zu filmen. Alternativ können Sie in der Software das Material mit der höheren Bildrate anpassen. So wird das Video insgesamt ein klein wenig langsamer, aber Sie verhindern die ungewünschten Bildsprünge. Der Unterschied ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen.


Das richtige Format wählen

Heutzutage entstehen zahlreiche Videos auf dem Smartphone. Wenn es sich dabei um eine hochwertige Kamera handelt, können Sie das Material in Ihrem Film verwenden. Bedenken Sie dabei aber das Format, denn mit dem Smartphone filmen Sie vermutlich im Hochformat.
Wir empfehlen Ihnen daher, nach Möglichkeit im Querformat zu filmen. Das beliebte 16:9-Format ist ideal und wird auch von den meisten Videokameras eingesetzt. Falls Sie eine Aufnahme im Hochformat einbinden möchten, können Sie diese in die Bildschirmmitte schieben. Füllen Sie die Ränder mit einer unscharfen, vergrößerten Kopie des Clips, wie Sie es vielleicht von YouTube kennen. So konzentriert der Zuschauer sich auf das Wesentliche und das Format bleibt erhalten.
Wenn Ihr Video sich hingegen ausschließlich an Smartphone-User richtet, wie es etwa auf sozialen Medien zunehmend der Fall ist, sollten Sie es auch auf dem Smartphone filmen. Hier können Sie es direkt schneiden, zubereiten und jederzeit sehen, wie es auf dem Smartphone aussieht.


Den Ton anpassen

Besonders wichtig für jedes Video ist der Ton. Das kennen Sie aus der Filmmusik, die wesentlich für die Atmosphäre, Spannung und die Stimmung des Zuschauers verantwortlich ist. Entscheiden Sie schon vor dem Schnitt, ob Sie das Video mit einem Musikstück untermalen möchten, oder den echten Sound der jeweiligen Clips behalten möchten. Wichtig ist, dass dabei ein Gesamtkunstwerk entsteht und dass die Musik gut zu der jeweiligen Szene passt.

Wenn Sie im Schnitt einfach den Originalton entfernen und das ganze Video mit einem einzigen Musikstück hinterlegen, wirkt das oft langweilig oder gar gekünstelt. Besser ist es, mit einer Mischung aus Originalton und Musik zu arbeiten.
Hinweis: Achten Sie auf die Urheberrechte der jeweiligen Musikstücke! Sie dürfen nicht einfach Lieder von YouTube herunterladen und diese in ein Video einbauen. Gern beraten wir Sie zu den rechtlichen Hintergründen!


Tutorial Videobearbeitung

Die Kunst beim Zusammenschneiden eines Videos besteht darin, ein einheitliches Werk zu erzeugen. Dafür ist das Feedback von Probe-Zuschauern sehr wichtig, denn Sie werden nach einer Weile vermutlich „betriebsblind“. Wenn Sie ein Corporate Branding haben, sollten Sie dies beachten.
Versuchen Sie, neben actionreichen Szenen auch neutrale oder ruhige Bilder einzubinden. Wenn zum Beispiel ein galoppierendes Pferd zu sehen ist, können Sie danach die Zuschauer zeigen, die dieses Pferd bewundern. Hier handelt es sich um Gegenschüsse, die ein wenig mehr Ruhe und zugleich Abwechslung in Ihr Video bringen.
Wichtig ist, dass Sie keine Effekte nutzen, um die verschiedenen Clips oder Szenen zu kombinieren. Das war früher in, aber heutzutage sorgt das beim Zuschauer nur für Unruhe. Experten sind der Meinung, dass eine Schnittsequenz zwischen einer Sekunde und vier Sekunden liegen sollte. Filmen Sie daher ruhig jede Szene für etwas längere Zeit, um am Ende genau die richtigen Sekunden herauszusuchen.


„Kill Darlings“

Passende Szenen in der Videobearbeitung finden.Wie immer beim Videodreh ist es wichtig, schon vor dem Filmen und erst recht vor dem Zusammenschnitt das Storyboard im Kopf zu haben. Überlegen Sie sich, was genau Sie mit Ihrem Video aussagen oder zeigen möchten, und wie lang dieses sein soll. Viele Hobbyfilmer können sich von ihren Lieblingsszenen nur sehr schwer trennen. Daher lautet hier der Grundsatz: „Kill Darlings“ – trennen Sie sich von Ihren Lieblingsszenen, wenn nötig. Lassen Sie im Zweifelsfall eine andere Person über das Material schauen und seien Sie streng. Noch so schöne Aufnahmen gehören nicht in das Video, wenn sie keinen Mehrwert bringen.
Fragen Sie sich daher bei jedem Clip:

  • Was ist die Aussage dieser Szene?
  • Passt der Clip zur Atmosphäre des Videos?
  • Passt der Clip zur Farbgestaltung?
  • Hat der Clip eine relevante Tonspur?

Fazit: Beim Schneiden an den Zweck denken

Wenn Sie ein kleines Kunstwerk zusammengeschnitten haben, hilft das leider gar nichts, falls dieses nicht die Zielgruppe berücksichtig. Auch ein schönes Video im Querformat kann floppen, wenn die User es auf dem Smartphone nicht im korrekten Format sehen können. Beachten Sie daher von Anfang an, das richtige Format, die richtige Länge und das richtige Medium zu wählen. In dieser Tabelle sehen Sie abschließend noch einmal beliebte Filmarten im Marketing und wichtige Eigenschaften:

Art des VideosBeschreibung
ImagefilmSie stellen Ihr Unternehmen in ein bestimmtes Licht und präsentieren Ihre Philosophie
RecruitingfilmMit diesem Film machen Sie potenzielle Bewerber auf Ihr Unternehmen aufmerksam
Erklärvideo Hier geht es darum, neue Produkte oder komplexe Sachverhalte ansprechend zu präsentieren
WerbespotDie klassische Werbung für Ihr Produkt, die zum Beispiel im Fernsehen gezeigt wird
IndustriefilmDiese Filmart richtet sich an potenzielle Geschäftspartner, die die Branche kennen
UnternehmensfilmDas Vorzeigevideo für Ihr Unternehmen, vergleichbar mit einer Visitenkarte

Gern helfen wir Ihnen dabei, Videos für all diese Zwecke zusammenzuschneiden oder von Grund auf zu erstellen. Kontaktieren Sie uns!