Einsatzbereiche des Imagefilms – so wird der Imagefilm in unterschiedlichen Berufen und Branchen genutzt

Einsatzbereiche des Imagefilms – so wird der Imagefilm in unterschiedlichen Berufen und Branchen genutzt

Einsatzbereiche des Imagefilms

Mit einem Imagefilm, im Englischen auch Corporate Movie genannt, können Unternehmen und einzelne Branchen sich in einem kurzen Video vorstellen. Der Imagefilm ist in der Regel ein kurzes Selbstporträt der eigenen Marke und unterscheidet sich dadurch von einem normalen Werbespot. Das Video sollte neben der positiven Darstellung der eigenen Firma jedoch auch informativ sein und vor allem Emotionen beim Publikum wecken. Imagefilme beschränken sich natürlich nicht nur auf Firmen, sondern können auch genauso für Ihre Dienstleistungen oder Ihr KMU verwendet werden.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Imagefilme in unterschiedlichen Branchen genutzt werden und wie Sie diese richtig einsetzen. 

Einsatzbereiche des Imagefilms

Sie können einen Imagefilm für unterschiedliche Ziele und Branchen einsetzen. Ein mögliches Ziel könnte beispielsweise sein, dass Sie mithilfe eines kurzen Videos den Arbeitsalltag in Ihrer Anwaltskanzlei darstellen, weil Sie neue Teammitglieder gewinnen möchten. Oder Sie möchten Ihren Kundenstamm erweitern, indem Sie die Dienstleistungen Ihres Unternehmens hervorheben. Ihnen sind keine Grenzen gesetzt, egal ob Sie einen Imagefilm für die Gastronomie, Landwirtschaft oder den Tourismus drehen möchten!

Alternativ können Sie einen solchen Kurzfilm auch dafür nutzen, das Image Ihrer Branche zu verbessern, z. B. in dem Sie ein Video über die Arbeit mit der Kundschaft in der Gastronomie drehen, oder mit einem touristischen Imagefilm an einen besonderen Urlaubsort einladen. In Imagefilmen für Anwaltskanzleien bieten sich Vorstellungen Ihrer Mitarbeitenden an, damit die potenzielle Kundschaft Sie kennenlernen und sich eventuell für Sie entscheiden kann. 

Imagefilme für Anwälte 

Imagefilme für Anwälte sind entscheidend in der Branche, da Ihre Mandanten sich somit von Ihrer Kanzlei überzeugen können. Sie erhalten einen Überblick über Ihr Team, Ihre Kompetenz und bauen Vertrauen zu Ihnen auf. Vertrauen ist schließlich zentral für den Anwaltsberuf, da Ihre Mandanten Ihnen gegenüber vollkommen offen sein müssen und sich auf Sie verlassen.

Imagefilme in der Gastronomie 

Auch in der Gastronomie ist ein Imagefilm unverzichtbar. Mit Worten lassen sich die Atmosphäre und die Gerichte eines Restaurants nur bedingt erklären. Emotionen werden um einiges besser vermittelt, wenn Sie einen Imagefilm zur Repräsentation Ihres Restaurants anwenden.

Einladende Bilder, passende Musik und Szenen, die die Atmosphäre Ihres Restaurants einfangen, geben Ihrem Publikum einen authentischen ersten Eindruck Ihrer Gastronomie. 

Imagefilme für die Tourismus- und Hotelbranche 

Das gleiche gilt dementsprechend für die Tourismus- und Hotelbranche. Hotels benötigen einen effektiven Imagefilm, der die Lage, die Zimmer, die Atmosphäre und weitere Vorteile des Hotels zeigt. Nur so können Ihre Kunden sicherstellen, dass Sie ihnen den gewünschten Service bieten und sich bei Ihnen wohlfühlen können. Die Wahl des Hotels kann einen Urlaub entweder um einiges verbessern oder ihn verschlechtern, deshalb entscheiden die meisten Urlauber sich erst nach ausreichender Recherche für ein Hotel. Ihr Imagefilm kann ihnen die Suche erleichtern und das nötige Vertrauen aufbauen.

Natürlich ist nicht nur das Hotel entscheidend, sondern auch der Urlaubsort. Ein Imagefilm für die Tourismusbranche kann ein Land, einen Urlaubsort, eine Region oder bestimmte Events und Attraktionen bewerben. Es gibt unglaublich viele Ziele, die man besuchen kann und die in der Masse untergehen. Stellen Sie also sicher, dass Sie mit einem Imagefilm Ihre Region oder Stadt in den Vordergrund bringen können. Die Popularität einer Umgebung als Urlaubsort ist auch vorteilhaft für einzelne dort ansässige Hotels, Restaurants und weitere Betriebe.

Landwirtschaft Imagefilme 

Mit dem vielfältigen Angebot an Erzeugnissen, wie Gemüse oder Milch, fällt es manchen Benutzern schwer, den Unterschied zwischen den Marken zu finden. Mit einem guten Imagefilm für Ihren landwirtschaftlichen Betrieb können Sie sich von der Masse abheben und Ihre Werte und Arbeitsweise vorstellen. Somit zeigen Sie Ihren potenziellen Kunden, dass sie Ihnen und Ihren Produkten dank der Qualität Vertrauen schenken können.

KMU Imagefilme 

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind Imagefilme besonders wichtig, da diese sich üblicherweise keiner großen Bekanntheit erfreuen können.  Allerdings ist der Kostenfaktor gerade bei kleinen Unternehmen entscheidend. Deshalb können Sie Ihren Imagefilm zur Not auch selbst drehen. Natürlich ist es auch möglich, als kleines oder mittelständisches Unternehmen einen professionellen Imagefilm drehen zu lassen. In diesem Fall müssen möglicherweise Abstriche zur Länge des Imagefilms, der Art der Aufnahmen oder den Darstellenden gemacht werden. Trotzdem bietet ein Imagefilm eine gute Möglichkeit, Ihr Unternehmen bekannter zu machen und Kunden zu gewinnen.

Imagefilme lohnen sich somit nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für KMU sowie Betriebe in der Landwirtschaft, der Tourismusbranche und vieles mehr. Sie sind vielseitig einsetzbar und stellen eine perfekte Möglichkeit dar, Ihr Unternehmen zu repräsentieren.

Das gibt es zu beachten

Die W-Fragen

Beim Dreh Ihres eigenen Imagefilms sollten Sie darauf achten, nicht nur die Fragen „Was?“ und „Wie?“ sondern auch die Frage nach dem „Warum?“ zu klären:

  • Was: Was will ich dem Publikum sagen? Welche Vorteile bietet ein Imagefilm für mein KMU der Kundschaft?
  • Wie: Wie stelle ich den Inhalt am besten dar? Welche Mittel (Ton, Schnitt, Aufnahmen...) passen zu dem, was ich vermitteln will?
  • Warum: Warum bin ich von meiner eigenen Arbeit überzeugt? Welche Motivation steckt dahinter? Was treibt mich an?
Imagefilm für unterschiedliche Berufe

Länge

Ein Imagefilm dauert in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten. Die tatsächliche Länge ist jedoch von Video zu Video unterschiedlich und kann auch kürzer ausfallen, je nachdem, was genau Sie in dem Film zeigen wollen. Möchten Sie ein bestimmtes Produkt in den Vordergrund rücken, reicht eine Minute völlig aus. Bei einem Firmen- oder Branchenporträt sind mehrere Minuten passender, um auch alle Bereiche abzudecken.

Zudem empfehlen wir Ihnen, den Imagefilm nicht zu lang zu halten, da mit zunehmender Länge die Aufmerksamkeit des Publikums schwindet und es sich schneller langweilt. Außerdem spielen der passende Inhalt und die richtige Aufmachung eine größere Rolle für den Erfolg als die Länge des Videos, gemäß dem Motto "Qualität vor Quantität".

Storytelling

Fokussieren Sie sich vor allem auf ein interessantes Storytelling. Eine bewegende Geschichte oder direkte Ansprache des Publikums kommt oft besser an, als eine zufällige Aneinanderreihung von Bildern oder Videoaufnahmen. Sie können jedoch mithilfe bestimmter Mittel, wie beispielsweise passender Hintergrundmusik, zusätzliche Emotionen bei den Zuschauenden hervorrufen.

Machen Sie sich obendrein Gedanken darüber, wie Sie Ihre Story passend verpacken können. Bei einem Imagefilm für die Landwirtschaft ist beispielsweise ein aktives Ansprechen des Publikums sowie eine Darstellung des Arbeitsalltags in ihrem Betrieb eine gute Variante des Storytellings. Für einen Imagefilm in der Tourismusbranche lohnen sich z.B. Boden- und Luftaufnahmen der lokalen Besonderheiten, um den Charme der Region als Urlaubsort hervorzuheben.

Die unterschiedlichen Plattformen des Imagefilms

Imagefilme können sowohl online, z.B. auf der eigenen Website, als auch offline, z.B. bei Messen auf einem Bildschirm, eingesetzt werden. Wenn Sie Ihr Video auf verschiedenen Kanälen teilen möchten, achten Sie jedoch darauf, das Medium für die einzelnen Plattformen entsprechend anzupassen.

Auf Messen

Ihr Imagefilm wird bei Messen oft in Dauerschleife abgespielt, damit möglichst viele Menschen sich ein Bild von Ihrem Unternehmen machen können. Das Ziel des Videos ist hier, die Aufmerksamkeit der Besuchenden auf den eigenen Stand zu lenken und sich von der Konkurrenz abzuheben, um der potenziellen Kundschaft zu zeigen, warum sie sich für Ihre Firma entscheiden sollte. Zugleich können Sie dort Ihr Produkt direkt vorführen und eventuelle Fragen der Interessenten gleich beantworten.

Denken Sie jedoch daran, den Film mit Untertiteln zu versehen, da es zum einen auf Messen ziemlich laut werden kann und die Videos zum anderen ohne Ton abgespielt werden. Damit das Publikum die Botschaft Ihres Imagefilms trotzdem verstehen kann, sind Untertitel unerlässlich.

Imagefilm für Messen

Social Media

Ein Imagefilm kann Teil einer Social Media Kampagne sein, Sie können das Video aber auch unabhängig davon auf Ihren Kanälen verbreiten. Dadurch erzielen Sie eine größere Reichweite, um Ihre Zielgruppe zu erreichen und Ihr Unternehmen zu repräsentieren. Achten Sie allerdings darauf, den Inhalt an das jeweilige Format des Kanals anzupassen und schneiden Sie das Videomaterial gegebenenfalls in eine Kurzfassung zusammen.

Der große Vorteil von sozialen Netzwerken ist, dass sich Inhalte schnell verbreiten und Sie, abgesehen von den Produktionskosten für den Imagefilm, keine Kosten haben. Anders sieht es aus, wenn Sie mit Ihrem Film auf einem dieser Kanäle Werbung schalten möchten, denn dann müssen Sie die Werbekosten tragen. Auch sind Social Media Plattformen nicht auf eine Branche begrenzt, wodurch jegliche Zielgruppen angesprochen werden können. Während also Filme für Unternehmen oder KMUs besser auf Messen ankommen könnten, könnte Ihr landwirtschaftlicher Imagefilm deutlich einfacher Anklang in den entsprechenden Hashtags finden. 

Zu den drei größten Social Media Plattformen zählen Facebook, YouTube und Instagram. Während Sie auf YouTube Videos unabhängig von ihrer Länge hochladen können, müssen Sie den Inhalt für Facebook und Instagram auf einen zeitlich begrenzten Teaser herunterschneiden. Oder Sie betten Ihren Imagefilm mit einem Link ein, was allerdings den Nachteil mit sich bringt, dass das Video nicht automatisch abgespielt wird. 

Ganz egal, wo Sie das Video hochladen wollen und für welche Branche Sie den Film erstellt haben – ohne einen interesseweckenden Titel hilft auch der beste Imagefilm nichts. Neben einer kurzen, aber interessanten Beschreibung, sollten Sie zudem ein passendes Thumbnail, also ein Vorschaubild, auswählen.

Veröffentlichen Sie Ihr Video nicht direkt auf Ihrer Website, sondern auf YouTube, dann denken Sie auch an Suchmaschinenoptimierung (SEO). YouTube ist neben Google die zweitgrößte Suchmaschine im Internet und außerdem ein Teil des Konzerns. Das bedeutet, dass die Videos bei einer Google-Suche ebenfalls unter den ersten Ergebnissen angezeigt werden.

Firmenwebsite

Die hauseigene Website wird gerne auch als "digitale Visitenkarte" eines Unternehmens bezeichnet. Deshalb ist es enorm wichtig, auch hier Ihr Videoporträt zu veröffentlichen. Zum einen wird dadurch Ihre Firma repräsentiert, zum anderen hat die Kundschaft die Möglichkeit, eines Ihrer Produkte oder eine Ihrer Dienstleistungen in Aktion zu erleben.

Dadurch kann sich langfristig die Conversion Rate verbessern und Besuchende Ihrer Website werden Teil Ihres Kundenstamms. Besonders im Tourismusbereich, im Hotelwesen und in der Gastronomie kann ein Imagefilm der ausschlaggebende Punkt dafür sein, dass Menschen von Ihrem Unternehmen überzeugt sind und Ihre zukünftigen Gäste werden.

Mit einem Video auf Ihrer Website steigen des Weiteren die Chancen auf ein besseres Google-Ranking, da Webseiten mit verschiedenen Medienformaten generell besser ranken. Um die richtige Platzierung für Ihren Imagefilm zu finden, können Sie die Klickroute Ihres Publikums verfolgen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, einen Link neben den Social Media Links zu setzen oder das Video direkt auf der Startseite zu platzieren.

Planung

Schon vor der eigentlichen Planung sollten Sie festlegen, welches Ziel Sie mit Ihrem Video erreichen wollen und wer Ihre Zielgruppe ist. Möchten Sie gerne mit Ihrem Imagefilm Ihre Gastronomie vorstellen und Ihre Kundschaft vergrößern? Oder haben Sie vor, mit Ihrem Film neue Teammitglieder für Ihren Hotelbetrieb zu gewinnen?

Legen Sie sich bei der Erstellung Ihres Ziels genau fest und arbeiten Sie die Kernbotschaft sowie ein Alleinstellungsmerkmal heraus, das Sie von anderen Firmen in Ihrer Branche abhebt. Danach klären Sie die Frage, ob Sie das Video selbst produzieren oder lieber eine Produktionsfirma beauftragen wollen.

Haben Sie die oben genannten Fragen geklärt, können Sie sich an das Konzept Ihres Imagefilms wagen. Sammeln Sie Ideen, wie Sie Ihre Vorstellungen am besten umsetzen und beginnen Sie, ein erstes Drehbuch zu schreiben. Dabei geht es nicht um die kleinsten Details, denn der Film sollte so authentisch wie möglich dargestellt sein, sondern viel mehr um das richtige Storytelling. Anschließend können Sie auch ein Storyboard erstellen, das Ihnen bei der Produktion hilft, Ihre Ideen umzusetzen.

Anschließend machen Sie sich an den Dreh, sichten das Material und schneiden es zu einem Video zusammen. Benutzen Sie Effekte wie Hintergrundmusik, eine Sprecherstimme oder bauen Sie Animationen mit ein. Behalten Sie bei der Erstellung jedoch immer das Hauptziel, die Zielgruppe sowie das Storytelling im Hinterkopf, denn das finale Produkt sollte optisch und inhaltlich zusammenpassen und ansprechend sein.

Imagefilm planen

Folgende Fehler sollten Sie vermeiden

  • Budget zu niedrig: Auch, wenn Sie das Video selbst produzieren möchten, müssen Sie ein bestimmtes Budget für Kameraausrüstung, Belichtung und eventuell Werbekosten festlegen.
  • Zeitaufwand unterschätzen: Der Dreh eines Videos nimmt viel Zeit in Anspruch, selbst wenn es sich dabei nur um wenige Minuten Filmmaterial handelt. Planen Sie lieber ein wenig mehr Zeit ein, damit Sie nicht alles in der letzten Sekunde erledigen müssen und in Zeitnot geraten.
  • Storyline unterschätzen: Eine gute Storyline ist das A und O für einen gelungenen Imagefilm. Legen Sie zunächst Ihr Ziel sowie die Zielgruppe fest und bauen Sie Ihre Storyline darauf auf. Folgende Fragen können Ihnen als Hilfestellung dienen: Wie überzeuge ich meine Zielgruppe am besten von meinem Produkt bzw. meinem Unternehmen? Macht der Film deutlich, was ich erreichen will?
  • Zielgruppe nicht klar definiert: Definieren Sie unbedingt Ihre Zielgruppe so klar wie möglich. Möchten Sie beispielsweise mithilfe des Imagefilms neue Teammitglieder für Ihren landwirtschaftlichen Bio-Betrieb gewinnen, dann reicht "Landwirt" als Zielgruppe nicht aus. Eine bessere Alternative wäre "Landwirtschaftliche Fachkräfte mit Erfahrung in der Biolandwirtschaft".
  • Untertitel vergessen: Untertitel sind aus verschiedenen Gründen unerlässlich. Zum einen können so auch Menschen mit Hörschwierigkeiten die Botschaft des Videos verstehen, zum anderen werden Videos auf Social Media Plattformen häufig ohne Ton abgespielt.
  • Thumbnail nicht beachten: Es ist enorm wichtig, ein gutes Vorschaubild zu haben, das das Interesse beim Publikum weckt. Denn das Vorschaubild ist das erste, das potenzielle Zuschauende sehen, bevor sie auf das Video klicken.

Fazit

Mit einem guten Imagefilm können Sie Ihr Unternehmen bekannter machen und somit Ihre Reichweite erhöhen oder neue Teammitglieder für Ihre Branche begeistern. Die Einsatzbereiche eines solchen Videos sind vielfältig. Wichtig sind dabei die richtige Planung und die passende Umsetzung, um die gewünschte Wirkung beim Publikum zu erzielen. Neben der Definition des Unternehmensziels und der Zielgruppe spielt das Storytelling eine zentrale Rolle für den Erfolg des Imagefilms. 

Doch ganz egal, auf welchen Plattformen Sie Ihr Video veröffentlichen oder aus welcher Branche Sie kommen, dank seiner vielfältigen Einsetzbarkeit stellt der Imagefilm ein ideales Medium dar.